SmartDartSchweizer System im Dart: so funktioniert das Turnierformat
Wenige Runden, trotzdem faire Paarungen: Gleich starke Spieler treffen aufeinander.
Kurz erklärt
Beim Schweizer System spielt jeder in jeder Runde, aber nicht jeder gegen jeden. Die erste Runde wird ausgelost. Ab der zweiten Runde treffen Spieler mit ähnlicher Bilanz aufeinander, und wo immer möglich spielt niemand zweimal gegen denselben Gegner. Nach wenigen Runden steht eine faire Rangliste — auch bei vielen Spielern und ohne dass jemand früh ausscheidet.
So wird gespielt
Lege die Rundenzahl fest. Als Faustregel reichen so viele Runden, wie man braucht, um die Spielerzahl zu halbieren, bis einer übrig bleibt: 8 Spieler 3 Runden, 16 Spieler 4, 32 Spieler 5.
Lose die erste Runde aus. Bei ungerader Spielerzahl bekommt einer ein Freilos, das als Sieg zählt.
Sortiere nach jeder Runde die Tabelle nach Siegen, bei Gleichstand nach Leg-Differenz.
Paare für die nächste Runde von oben nach unten: Platz 1 gegen den nächsthöheren Spieler, gegen den er noch nicht gespielt hat, und so weiter.
Nach der letzten Runde entscheidet die Tabelle. Bei Punktgleichheit zählt die Leg-Differenz, danach der direkte Vergleich.
Verbreitete Hausregeln
Im Schach verbreitet ist die Buchholz-Wertung: Bei Gleichstand gewinnt, wer die stärkeren Gegner hatte. Im Dart wird meist die Leg-Differenz genommen, weil sie schneller zu rechnen ist. Manche Turniere spielen nach den Schweizer Runden noch eine kurze K.-o.-Runde der besten vier oder acht.
Typische Stolperfallen
Zu viele Runden: Spielt man bei acht Spielern fünf oder sechs Runden, gehen die sinnvollen Paarungen aus und es kommt doch zu Wiederholungen. Und: Das Freilos immer dem schwächsten Spieler geben, der noch keins hatte — sonst ist die Tabelle verzerrt.
In SmartDart spielbar?
Ja — das Schweizer System ist eines der neun Turnierformate in SmartDart (ab PRO). Die App lost die erste Runde aus, paart jede weitere Runde nach der aktuellen Tabelle möglichst ohne Wiederholungen, vergibt Freilose und legt die Rundenzahl passend zur Spielerzahl fest.
Häufige Fragen
Wie viele Runden spielt man im Schweizer System?
So viele, wie nötig sind, um die Spielerzahl bis auf einen zu halbieren — mathematisch der aufgerundete Zweierlogarithmus: bis 4 Spieler 2 Runden, bis 8 Spieler 3, bis 16 Spieler 4, bis 32 Spieler 5, bis 64 Spieler 6.
Was ist der Unterschied zu Jeder gegen Jeden?
Bei Jeder gegen Jeden spielt jeder gegen alle — bei 16 Spielern sind das 15 Runden. Das Schweizer System kommt mit 4 Runden aus und liefert trotzdem eine belastbare Rangfolge, weil die Paarungen immer enger werden.
Scheidet beim Schweizer System jemand aus?
Nein. Alle spielen jede Runde, und niemand fährt nach einer Niederlage früh nach Hause. Genau das macht das Format bei Vereinsabenden beliebt.
Das kann SmartDart außerdem
Neben Quick Match und Training ist SmartDart eine vollständige Dart-Plattform für Kneipen, Vereine und Ligen.